Historie
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Der weiten Verbreitung dieser Instrumente steht bisher nur eine geringe Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen
gegenüber
Wolfgang Thies, European Journal of Musicology
schreibt Wolfgang Thies 2010 in seiner Publikation über Stereofone Synthese von Klangschalenschwingungen im
European Journal of Musicology
der Universität Bern.
Ein Verzicht auf die gewohnte wissenschaftliche Basis ist für uns moderne und wissenschafts-orientierte Menschen befremdlich, indes,
benötigen wir im Fall der Klangschalen eine solche Grundlage tatsächlich?
Abgesehen von neuzeitlichen Glasklangschalen werden Klangschalen geschmiedet, frühe Funde aus Indien und Ägypten lassen
schlussfolgern, dass die Schmiedekunst vor über 5.000 Jahren hier entstanden ist.
(Geschichte des Schmiedehandwerks)
Die allerersten Klangschalen könnten also bereits vor zirka 5000 Jahren in Asien, vermutlich Indien, Nepal oder Tibet entstanden
sein. Kommt es da nicht einem Schildbürgerstreich gleich, nach über fünftausend Jahren Erfolgsgeschichte diesen Erfolg
jetzt wissenschaftlich nachweisen zu wollen?
Andererseits behaupten Skeptiker, die Schüsseln hätten ursprünglich als reines Küchengeschirr gedient und ihre

Verwendung für religiöse Rituale, schamanistische Praktiken wie Klang-Therapie und Klang-Massage oder zur meditativen
Versenkung sei eine Erfindung zeitgenössischer westlicher Esoteriker.
(Die Physik tibetanischer Klangschalen /science.ORF.at)
Aber, könnte es denn nicht auch so gewesen sein: Gefäße wurden zu allen Zeiten benötigt, beim Essen und Trinken,
zum Aufbewahren von Lebensmitteln und Gütern sowie zu deren Transport. Und wenn dann bei unachtsamer Handhabung durch
versehentliches Anstoßen plötzlich wunderbare Klänge erschallten ... ?
Zumindest zum Verifizieren der (Erfolgs)Geschichte der Klangschalen wäre etwas mehr Wissenschaft tatsächlich hilfreich und
willkommen!
Oder bei der Herstellung: Man weiß, kleinere Klangschalen erzeugen höhere Töne und voluminösere tiefere,
aber wie erreicht man eine größere Lautstärke, ein längeres Nachschwingen, wie einen sanfteren und wie einen
markanteren Klang? Sollte man sich ausschließlich auf ein "glückliches Händchen" verlassen?
Andererseits, ein guter Geigenbauer ist nicht zwangsläufig auch ein guter Orchestermusiker. Oder umgekehrt, vermutlich hat ein
geübter Fußballer einen solchen Lederball selbst noch nie hergestellt. Ich möchte weder die Geschichte der
Klangschalen dokumentieren noch möchte ich welche schmieden, ich will sie lediglich wirkungsvoll einsetzen. Braucht es dazu
Wissenschaftlichkeit? Und wenn ja, welche? Und wie viel davon?
Das Praktizieren mit Klangschalen
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Wir lieben die Wissenschaft und wir vertrauen ihr, weil ihre Aussagen weder von Ort noch Zeit noch Person abhängig sind. Wenn

wissenschaftlich verifiziert ist, dass Wasser bei 100 Grad Celsius kocht, dann können wir darauf vertrauen, dass dies letzte
Woche so war, dass dies auch nächsten Monat so sein wird, unabhängig davon ob der Kochtopf sich in Hamburg, New York oder
in Peking befindet und ob eine zwanzigjährige Frau ein sechzigjähriger Mann am Herd steht.
Wirklich? Dann sollte die Aussage besser so formuliert werden: Wasser kocht bei ungefähr 100 Grad Celsius. Denn bei hohem
Luftdruck siedet es etwas später, in großer Höhe schon früher. Und die Moral von der Geschicht: Vorsicht
mit Pauschalurteilen!
Man sagt daher etwa bei einem Medikament nicht, es wirke oder es wirke nicht, vielmehr gilt es als wirksam, wenn es bei 100
verabreichten Fällen erfahrungsgemäß in 60 oder 70 Fällen wirkt, also eine 60-70%ige Wirkungserwartung aufweist.
Der Körper des einzelnen Menschen reagiert je nach Situation und Konstitution unterschiedlich, teils auch beeinflusst
seitens der Psyche.
Entsprechend verfährt man hinsichtlich der Erfolgsaussichten bei Operationen, schließlich bestimmen dann Körper
und Psyche des jeweiligen Patienten, wie er nach erfolgter Operation damit umgeht:
Die arthroskopische Teilentfernung des Meniskus ist ein häufiger Eingriff bei Patienten mit Kniegelenkbeschwerden, der
Nutzen ist jedoch umstritten.
Dr. med. Luzi Dubs, Winterthur
Szenenwechsel:
Wann ist ein Magenbypass und wann ein Schlauchmagen besser zu empfehlen? Das ist ein sehr großes Thema, das eine umfassende
Erklärung bräuchte. Kurz zusammengefasst kann ich sagen: Es gibt Befunde, die bei einzelnen Patienten gegen einen
Schlauchmagen bzw. gegen einen Magenbypass sprechen. Das berücksichtige ich natürlich. Bei ca.70% der Patienten ist es
faktisch "egal" ob ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen operiert wird. Es wären beide möglich. Wichtig ist
nur, dass der Arzt die richtigen Fragen stellt und dem Patienten die unterschiedlichen Auswirkungen klar macht. Am Ende
entscheidet (bei mir) auch der Patient mit.
Dr. med. Rainer Brydniak, Schaffhausen
Wenn aber weder das Einführen chemischer Substanzen noch das Einschneiden in den Körper eindeutig vorhersagbare Wirkungen

zu erzielen vermag, dürfte das für Klangschalen erst recht zutreffen. Sie agieren wesentlich subtiler und ermuntern so
auf ganz besondere Art und Weise Körper, Geist und Seele individuell und subjektiv darauf zu reagieren.
Eine Wissenschaft der genauen Vorhersagbarkeit ihrer Wirkung dürfte somit kaum überwältigende Ergebnisse zeichnen,
angebracht hingegen ist fundiertes Wissen darüber, was Schwingungen im Körper auslösen und wie der Körper, im
Zusammenspiel mit Geist und Seele, darauf reagieren kann.
Ich werde Ihnen im nächsten Kapitel erläutern, dass Klangschalen zwar nicht heilen, aber aber gute Ausgangssituationen
für weitere Heilprozesse schaffen können. Die Klangschalen-Massage ersetzt nicht den Weg zu einem Arzt oder
Therapeuten und sie ist nicht unbedenklich bei Schwangerschaft, Epilepsie, Psychosen, Angststörungen, der Einnahme von
Psychopharmaka sowie bei Herzschrittmachern.
Als unverzichtbar erweisen sich hingegen physikalische Grundkenntnisse über Schwingungsphänomene sowie ein wachsamer und
folgerichtig denkender Geist, gepaart mit Empathie und der aufrichtigen Bereitschaft, am Klienten interessiert anstatt für
den Klienten interessant zu sein. Erst dann entstehen für beide Seiten Wissen schaffende Prozesse, die ihrer Natur nach
zwar subjektiv und damit nicht wissenschaftlich-objektiv sind, von denen aber der Arzt und Forscher David Servan-Schreiber sagte:
Nachdem ich zwanzig Jahre damit verbracht hatte, Medizin zu studieren und zu praktizieren, vor allem in großen
Universitätskliniken der westlichen Welt, aber auch bei tibetischen Ärzten und indianischen Schamanen, habe ich einige
wesentliche Einsichten gewonnen, die sich sowohl für meine Patienten wie auch für mich als hilfreich erwiesen haben.
Zu meiner großen Überraschung waren es nicht die Methoden, die man mir an der Universität beigebracht hat …
Dr. David Servan-Schreiber, Die Neue Medizin der Emotionen